Liebe Leser,
als ich vor kurzem die Überschrift ,,Fünfmal Möglichkeiten, dass eure Kleinkinder oder Babys selbstständig spielen” auf dem Pusteblumenbaby-Blog las wurde ich neugierig. M. ist jetzt 14,5 Monate und ein paar Tipps wären sicherlich garnicht mal so schlecht.
Ich werde die Punkte hier kurz aufgreifen und etwas über meine Erfahrungen reden. Als Erstes geht es darum, dass wir die Kinder nicht verbessern sollen. Im ersten Moment dachte ich mir “Natürlich macht man das nicht, das schadet doch dem Selbstbewusstsein des Kindes etc.”, aber wer dann das Beispiel auf dem Blog liest, wird schon nachdenklicher. Schnell versucht man dem Kind doch nach einem gescheitertem Versuch zu zeigen, was er falsch gemacht hat. Da der Kleine eh nur seinen selbstgebauten Turm aus Steinen stehen lässt, wurde uns aber schnell bewusst, das ihm einen Turm vorzubauen wenig bringt. Der wird doch umgekracht, viel lustiger ist es doch, wenn alle zusammen den Turm bauen und er selbst Stein auf Stein legen darf. Ein bisschen Hilfe ist trotzdem gerne gesehen bei der Positionierung des Steins. Und wie auch in dem Blog ist das richtige Loben ein wichtiger Teil des Spielens, Lob macht die kleinen glücklich und das merken sie schon ganz früh!
Der nächste Punkt dreht sich um ein interessantes Umfeld, dies halte ich auf jeden Fall für sehr wichtig. Die Kleinsten lieben es doch zu entdecken und in andere Räume zu gehen. So hat M. übrigens auch sein eigenes Zimmer liebgewonnen, erst nur ein Blick und dann reingestürmt ins Kinderzimmer. Allerdings ganz im Gegenteil des Satzes auf dem Pusteblumenblog…
[...] Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Spielzeug, das lose rumliegt, kleine Kinder mehr zum Spielen anregt, als Spielzeug, das sie erst aus Kisten holen müssen.
Unser Sohn liebt es total Kisten auszuräumen, selten auch wieder einzuräumen, Türen aufzumachen und sowas. Das muss nicht immer sein, aber manchmal muss das Spielzeug bei ihm nicht rumliegen, manchmal sucht er sich das auch selbst. Im Wohnzimmer, eigentlich mein hauptsächlicher Aufenthaltsort, neben der Küche, liegt aber auch immer Mal was anderes. Mir ist dabei wirklich aufgefallen, wenn mehrere Tage lang das gleiche Spielzeug dort liegt, er das einfach übersieht. Abwechslung ist also auf jeden Fall der richtige Weg!
Unser Kind findet es übrigens auch ganz toll, wenn wir ihm eine KinderliederCD anmachen, dann sitzt er in seinem Zimmer und “tanzt” herum, so hält er das dann eine ganze Weile aus.
Das interessante Spielzeug gehört natürlich auch dazu, am Besten sind Dinge, die Musik machen oder Autos. Der Favorit ist da allerdings nicht das teure Super-Auto zu Weihnachten von der Oma, sondern das kleine Playmobilauto von der Tante. Das wird durch die ganze Wohnung geschoben! Es muss also nicht immer teuer sein, auch Tuppertöpfe und ein Kochlöffel sind eine super Beschäftigung, wie auch auf dem Pusteblumenblog schon beschrieben. Insgesamt sind die teuren Spielzeuge wirklich eher unbeliebt, gegenüber den Günstigen
Gucken wir uns mal den nächsten Tipp an… Einfach machen lassen. Oh, ja, damit bin ich auch sehr einverstanden, gleich den ersten Satz in ihrem Blogbeitrag kenne ich zu gut. Manchmal hilft es den Kinder beim “alleine spielen” sehr, wenn man einfach nur daneben sitzt, vielleicht auch damit spielt, vielleicht aber auch nur daneben sitzt. Das waren die erstes Versuche unseres Babys selber zu spielen. Am Anfang war es richtig erstaunlich, wie schön er sich doch alleine beschäftigen konnte. Auch wenn man auf dem Boden saß, das war schon wie eine kleine Pause, die man doch manchmal ganz gut gebrauchen kann
Inzwischen haut er aber auch einfach in sein Zimmer ab und spielt dort ohne uns. Ich glaube, er findet das mal ganz schön unbeobachtet zu sein und einfach machen zu dürfen. Deshalb ist auch in seinem Zimmer nichts, was er kaputt machen könnte oder wo er sich wehtun könnte. Dann muss man sich keine Sorgen machen, allerdings wirft man natürlich ab und zu trotzdem einen Blick rein….
Den nächsten Punkt “In einem anderen Zimmer spielen” habe ich ja schon so mittendrin erwähnt. M. hat so mit 11 Monaten angefangen das erste Mal in sein Zimmer zu gehen, kam aber immer mal wieder raus um zu gucken, was da los ist. Jetzt hat sich der Abstand schon vergrößert. 30 Minuten sind nicht immer viel, aber der Abwasch lässt sich so sehr gut erledigen
Also liebe Eltern, “Bitte nicht stören”
Liebe Grüße,
Anna

Hallo Anna,
ich freue mich sehr über deinen Antwortartikel
und ich finde die Dinge die du aufführst sehr interessant. Ich finde es immer wieder überraschend, wie verscheiden Kinder da sind oder wie verschieden wir ihr Spiel vielleicht wahrnehmen
. Mittlerweile ist mein Kind übrigens auch ein Kistenausräumer geworden, früher wollte sie das nie
.
Liebe Grüße Maja