Oder: Kann man überhaupt zu jung für ein Kind sein? Als ich mit 18 Jahren schwanger wurde, war das natürlich alles ein Großes durcheinander. Ängste alles nicht hinzukriegen, mein Kind nicht gut genug erziehen können und sowas. In zahlreichen TV-Sendungen mit Teenie-Mamas wurde ja auch immer wieder gezeigt, wie junge Mütter scheitern (Ist euch mal aufgefallen, dass die jetzt sogar mal ganz erfolgreiche Teenie-Mamis zeigen?) Naja, mit 18 durfte ich mich wenigstens schon nicht mehr als Teenie, sondern als junge Frau bezeichnen und schon bald als junge Mutter…
Die Ängste legten sich aber ziemlich schnell. Ich machte mir klar, dass auch junge Mütter Vorteile haben können und ich wusste, dass ich für mein Alter auch eigentlich ziemlich verantwortungsbewusst war. Das klingt vielleicht etwas blöd, von sichh selbst zu sagen, dass man ziemlich verantwortungsbewusst ist, aber es gibt eben mit 18 noch viele andere Jugendliche, die die Schule nicht interessiert, Trinken bis zum umfallen (am Besten jeden Tag) und sonstige Drogen konsumieren.
Hilfreich war aber auch, ein Mädchen in der Klasse zu haben, die ihr erstes Kind mit 14 Jahren bekommen hat. Ohne die elterliche Unterstützung hätte es vielleicht nicht so gut geklappt, aber sie ist auf jeden Fall eine gute Mutter und das war doch das beste Beispiel, dass das auch bei mir so sein konnte.
Wie auch in Pusteblumenbabys Beitrag “Bin ich zu jung für ein Baby” beschrieben, kenne ich das Gefühl, wenn die Handwerker oder sonstige Telefonmenschen erstmal nach meinen Eltern fragen zum Unterschreiben, Verträge abschließen etc. Obwohl ich mich schon dabei erwischt habe, als jemand von einem Telefonanbieter (nicht meiner) vor Tür stand und ich gesagt habe, meine Eltern würde leider erst später wiederkommen *lach* Nein, ich muss sagen, in letzter Zeit erkennen sie mich als Mami mit eigener Familie an
Besonders komisch war es aber für mich beim Geburtsvorbereitungskurs. Alle Schwangeren waren zwischen 35 und 40, nichts dazwischen, nur der krasse Unterschied zwischen mir und ihnen. Da fühlte man sich etwas komisch, aber zu dem Zeitpunkt war ich auch schon ziemlich stolz auf meine Schwangerschaft und das bisher alles so gut geklappt hatte, deswegen störte mich das nicht zu sehr. Es war auch niemand unfreundlich, natürlich waren sie neugierig, wie ich meine Zukunft sehe, aber ansonsten… war ich eine “normale” Schwangere. Auch bei der Frauenärztin hatte ich nie Probleme, immer alle sehr freundlich.
Einzig allein die älteren Leute, die mit komischen Blicken meinen Bauch betrachten, teilweise gingen die Blicke nach der Geburt dann auf den Kinderwagen, auf mich, und es gab ein Kopfschütteln. Aber inzwischen passiert das fast garnicht mehr (eventuell habe ich das auch ausgeblendet *g)
Bis jetzt haben wir noch keine negativen Sachen von Familie und Freunden bekommen, sodass wir wohl behaupten dürfen, dass wir “gute Eltern” sind. Naja, wir werden ja noch sehen, was M. uns mit 14-16 so dann erzählt
Aber bis dahin werden wir so weitermachen
Einzig die berufliche Situation könnte besser sein, aber das wird schon, mit Kind gibt es nur etwas mehr zu beachten, aber das kriegen wir auch noch hin…
Gruß Anna

Hallo Anna,
ich habe beim dem Satz:” (..)die ihr erstes Kind mit 14 Jahren bekommen hat”, einmal kurz stocken müssen, das ist wirklich sehr jung, wobei ich das nicht im negativen Sinne meine. Ich glaube auch das junge Mütter gewisse Vorteile im Gegenzug zu älteren haben, jedenfalls habe ich davon gelesen und bilde mir nun ein ich sei entspannter als die 40 Jährige Akademikerin
. Vielen Dank für deinen schönen Text zu dem Thema
.
Liebe Grüße Maja
Wäre für mich jetzt auch nichts, mit 18 war mir früh genug
, aber das war halt so gemeint “Wenn man möchte, kann man alles schaffen”
Hi
Ich bin beim Thema junge Mütter/Eltern ja immer seeehr zwiegespalten.
Wer jung ein Kind bekommt, aber trotzdem seine Schule fertig macht, sich um eine berufliche Ausbildung/Job kümmert und bald möglichst auf eigenen Beinen steht, seine Familie eigenständig ernährt und sich vor allem in die Mutter-/Elternrolle einfindet, da finde ich es gut. Für die kids ists ja meistens auch schöner wenn sie jüngere Eltern haben.
Leider gibt es aber auch viele viele Ausnahmen, junge Mütter die oft unter 18 schwanger werden, keinen vernünftigen Schulabschluss haben, von einer Ausbildung ganz zu schweigen und dann schön von Hartz4 leben und gar nicht erst versuchen mal selber Geld zu verdienen, da kann ich wirklich nur mit dem Job schütteln.
Ich für mich weiß auf jeden fall dass ich erst später Kinder haben möchte (bin mittlerweile schon 24^^), erstmal ist es mir wichtig beruflich Erfolg zu haben.
Ich habe aber den Eindruck dass du zu den vernünftigen jungen Müttern gehörst
liebe Grüße
Melanie
Ja, da kann ich deine Meinung wirklich verstehen. Obwohl ich oft glaube, dass das garnicht mal daran liegt, dass sie jung Eltern werden, sondern weil manche Menschen einfach so sind^^ Auch 30jährige gibt es wohl, die sich dafür entscheiden, sich für jeden Job eine Ausrede einfallen lassen und dazu die Kinder (obwohl gerade die genug Zeit dafür haben) noch vernachlässigt werden.
Zum Glück sind nicht alle so, und wir geben unser Bestes die gute Seite junger Eltern zu sein